Lesereise 2026/27
Die Lesereise 2026/27 widmet sich in den sechs Veranstaltungen der Mundartliteratur.
Stark vertreten sind natürlich Werke von Schweizer Autorinnen und Autoren: Berndeutsche Gedichte von Kurt Marti, Liebesgeschichten von Elsbeth Boss, dem Roman «S’Wätter vo geschter»von Hansjörg Schertenleib und die Gerschichten und Gedichte in Ariane von Graffenrie «Babylon Park». Dazu kommen zwei Abende mit deutschen Dialekten, die die Bandbreite der deutschen Dialekte aufzeigen: Jens Wachholz wird sich Alfred Döblins Roman «Berlin Alexanderplatz» widmen, in dem der Berliner Dialekt eine grosse Rolle spielt und zum Abschluss wird das Buch des Wiesentalers Dichters Markus Manfred Jung aus dem Wiesental bei Lörrach auftreten, ein im badisch-alemannischer Mundart geschrieben Tagebuch einer dreiwöchigen Wanderung durch die Schweiz bis nach Italien, die der Autor nach seiner Pensionierung als Lehrer unternommen hat.
Die Mundart hat, gerade in der Schweiz, keine kleine Bedeutung. Trotz ihrer Qualität und dieser Bedeutung beim Publikum hat sie es schwer, über die Grenzen ihrer Region wahrgenommen tzu werden. Das gilt nicht für den Bereich der populären Kultur, in dem Dialekte inzwischen selbstverständlich sind, Züri West oder Patent Ochsner, die Kölner Rockgruppe BAP oder österreichische Singer/Songwriter wie Wolfgang Ambros, Ludwig Hirsch oder Georg Danzer sind prominente Beispiele dafür. Auch in den (Klein-)Bühnen-Genres Kabarett (Gerhard Polt), Slam Poetry oder Spoken Words ist der Dialekt Teil der Performance.
Die Lesereise zeigt von November bis zum April 27 eine zwar subjektive, aber trotzdem hoffentlich bereichernde Auswahl literarischen Mundartschaffens.
Plakatflyer 2026/27 zum Download